Im Coaching erlebe ich immer wieder berührende Momente, die Herzen und Augen öffnen. Neulich saß ich mit einem Vater und seinem 15-jährigen Sohn zusammen. Das Ziel: Die schwierige Kommunikation zwischen ihnen zu verbessern, die oft ins Leere lief oder in Streit endete. Der Vater war frustriert und beschwerte sich, dass sein Sohn kaum mit ihm spricht, sich immer mehr zurückzieht und oft gereizt reagiert. Der Sohn hielt sich lange zurück, ließ den Vater sprechen, doch dann platzte es aus ihm heraus:

„Ich sitze da in meinem Zimmer, weiß, dass ich lernen muss. Das Handy liegt im Eck, ich versuche mich zu konzentrieren. Dann fällt mir ein, dass ich noch etwas wegen des Tests nachschauen muss. Die Inhalte finde ich am Handy. Also schnappe ich es mir, schaue kurz nach. Doch als ich es weglegen möchte, sehe ich Nachrichten auf Insta. Ich will nur kurz reinschauen und plötzlich ist eine halbe Stunde um. Ich werde so sauer auf mich, dass ich schreien könnte. Wieso schaffe ich das nicht? Bin ich echt zu blöd dafür?“

Viele Eltern haben einen klaren Standpunkt: Sie wollen unbedingt von ihren Kindern Vertrauen einfordern. Vertrauen aber ist Übungssache. Hier kommen Lösungsvorschläge, wie Eltern Vertrauen zu ihren Jugendlichen aufbauen oder vertiefen können.

Heute geht es um ein Thema, das viele Eltern von Schulkindern und Teenagern betrifft: Verantwortung in der Schule. Fühlst du dich manchmal, als würdest du selbst wieder die Schulbank drücken? Erinnerst du dein Kind ständig an Hausaufgaben, Vokabeln und Tests? Fragst du dich, ob das wirklich deine Aufgabe ist – und ob es dir überhaupt Spaß macht? Viele Eltern übernehmen die schulische Verantwortung für ihre Kinder. Doch was bedeutet das für die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen deines Kindes?

In unserer Gesellschaft herrscht oft immer noch der Glaube, dass du als Elternteil die Nummer 2 bist und immer zuerst an dein Kind denken musst. Aber ich möchte dich heute einladen, einmal tief durchzuatmen und die Perspektive zu wechseln. Warum? Weil es an der Zeit ist, Selbstfürsorge als einen Akt der Liebe zu verstehen – nicht nur zu dir selbst, sondern auch zu deinem Kind.

Wie gehen wir mit Lügen und Schwindeleien unserer Teenager um? Die Geschichten und Erfahrungen, die wir teilen, sind so bunt und vielfältig wie die Jugendlichen und ihre Familien selbst.

Unsere Tochter, meist eine super ambitionierte Schülerin, hatte sich in den Kopf gesetzt, in der 6. Schulstufe in Geografie ein „Sehr gut“ zu ergattern. Das einzige Hindernis?
Ihr Geografieheft. Unvollständig, mit fehlenden Überschriften und nicht eingeklebten Arbeitsblättern.

Kannst du dich noch an deine eigene Pubertät erinnern? Wie es sich angefühlt hat, nicht mehr Kind, aber auch noch nicht Erwachsener zu sein? Hast du dich auch manchmal oder sogar oft ungerecht behandelt gefühlt, wenn dir von deinen Eltern, Lehrer*innen, … Dinge vorgeworfen wurden, die in deiner Wahrnehmung gar nichts mit dir zu tun hatten?Kommt dir das vielleicht gerade bekannt vor?

Cordelia hatte einen 13-jährigen Sohn, nennen wir ihn Erwin, der ihr große Sorgen machte. Einst war er ein guter Schüler, ein gewissenhafter, lustiger Junge, der sehr kommunikativ war und seinen Eltern große Freude bereitete. Er war ihr ganzer Stolz. Und sie hatten das Gefühl, ihren Eltern-„Job“ richtig gut gemacht zu haben. Und dann kam die Pubertät: Erwin wurde einerseits immer ruhiger, wollte mit seinen Eltern immer weniger reden, war immer wieder wütend und nicht selten respektlos, zog sich auch gleichzeitig immer mehr zurück, seine schulischen Noten verschlechterten sich, er machte keine Hausaufgaben mehr, interessierte sich immer weniger für seine schulischen Belange und seine Freunde, Smartphone & Co. rückten immer mehr in den Mittelpunkt, während er immer öfter die Eltern als nervend oder peinlich empfand und Konflikte nun mehrmals täglich die Beziehung belasteten.
Kommt dir das vielleicht gerade bekannt vor?

Ich habe schon seit vielen Jahren einen Traum:
Ich träume von einer Schule, …
* in der sich ALLE wohl fühlen: Kinder/Jugendliche, Eltern und LehrerInnen
* in der man ein herzliches Miteinander, Lebensfreude und gegenseitiges Verständnis spürt
* wo sich ALLE Beteiligten darauf freuen, ihren Tag verbringen zu dürfen
* in der ALLE am Anfang der Ferien traurig sind, dass nun Ferien sind.