Ihr Sohn lag auf der Couch. Das Handy in der Hand. Schon gefühlt seit Stunden. Sie saß daneben. Hat lange nichts gesagt. Nicht, weil es sie nicht gestört hätte. Sondern weil sie gespürt hat, dass jedes Wort in diesem Moment wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem auslösen würde, was sie sich eigentlich wünscht.
Eine wunderbare Mutter – nennen wir sie Monika – kam wegen ihres pubertierenden Sohnes zu mir. In der Schule wurde es knapp. Die Noten rutschten ab. Und er lehnte jede Hilfe ab. Vehement. Wütend. Laut. Dabei wollte sie ihn doch nur unterstützen. Er warf ihr vor, sie würde ihm nichts zutrauen. Und irgendwann sagte sie diesen Satz:
Geht es dir vielleicht auch ein bisschen wie mir? Spürst du die Aufregung, die Vorfreude auf den Jahreswechsel?? Ich liebe den Abschluss eines alten Jahres und den Beginn eines neuen Zyklus. Wie ist das bei dir? Aber bevor der Countdown startet und die Raketen in den Himmel steigen, habe ich eine Frage an dich: Hast du das alte Jahr schon bewusst abgeschlossen?
Falls nicht, dann ist das hier dein Reminder mit Herz. Denn bevor du mit einer klaren Vision ins neue Jahr gehst, ist es wichtig, erst einmal das alte Jahr abzuschließen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit einem einfachen, aber kraftvollen Ritual magische Momente für dich und dein Kind schaffen kannst – und warum diese Zeit des Rückblicks so entscheidend ist. Und ich habe dir als Unterstützung dazu eine Körperreise als Audio-Download mitgebracht. Sie ist mein Geschenk an dich.
„Ich feiere heuer Weihnachten alleine,“ sagte meine Großmutter, die mittlerweile verstorben ist, vor ca. 40 Jahren und löste damit wenige Wochen vor Weihnachten einen Tumult in meiner Familie aus. Auf die Einwände meiner Mutter, ihrer Tochter, und uns Enkelkindern reagierte sie mit einem Lächeln.
Die Adventzeit ist da, und mit ihr oft auch die Vorstellung von besinnlichen Momenten bei Kerzenschein, Plätzchenduft und gemeinsamen Stunden im Familienkreis. Doch wer einen Teenager im Haus hat, weiß: Zwischen Weihnachtszauber und jugendlicher Realität klafft manchmal eine ordentliche Lücke. Ein bisschen Besinnlichkeit in dieser hektischen Phase des Jahres wäre aber trotzdem schön, oder? Hier kommen fünf wertvolle Impulse, wie die Adventzeit auch für Familien mit Teenagern ein bisschen entspannter und vielleicht sogar richtig schön werden kann.
Neulich saß mir eine Mama gegenüber, den Tränen nahe. „Ines“, sagte sie, „ich weiß nicht mehr weiter. Egal, was ich sage, mein Kind rollt nur noch mit den Augen. Ich kann sagen, was ich will – es kommt nur zurück: ‚Boah Mama, lass!‘ Ich hab das Gefühl, ich bin unsichtbar. Nichts, was ich sage, kommt mehr an.“ Ich schaute sie an, lächelte sanft und sagte: „Weißt du, das ist ein ganz klassischer Fall von Pubertät in freier Wildbahn.“
Neulich schrieb mir eine Mama eine Nachricht, die mich mitten ins Herz traf: „Ich merke immer mehr, dass ich meinem bald 13-jährigen Sohn beim Thema Lernen zu viel abgenommen habe. Jetzt möchte ich die Verantwortung zurückgeben – aber er bekommt Stress, will meine Hilfe, nimmt sie dann aber doch nicht an … und am Ende bin ich wieder schuld, dass es nicht klappt.“ So viel Liebe. So viel Bemühen. Und so viel Verstrickung. Dieses Spannungsfeld kennen viele Eltern: Du willst helfen – und wirst plötzlich zur „Bösen“ oder zum „Bösen“.
Vor kurzem lief im ORF die Doku „Drei Wochen Handy-Entzug – das Experiment“. 69 Schüler:innen eines Oberstufen-Gymnasiums in Gänserndorf legten für drei Wochen ihre Smartphones zur Seite – wissenschaftlich begleitet vom Anton Proksch Institut und der Sigmund Freud Privatuniversität. Mich hat diese Doku tief bewegt. Sie macht sichtbar, wie sehr Jugendliche in dieser digitalen Welt oft auf sich gestellt sind. Eine Welt, in die sie hineingeboren wurden, ohne gefragt worden zu sein. Und wir Eltern sind es, die ihnen oft den schwarzen Peter zuschieben.
Manchmal triggert uns schon die Überschrift eines Artikels – vielleicht spürst du jetzt gerade einen leichten Widerstand. Ich lade dich ein, dich trotzdem darauf einzulassen. Lies nicht nur, sondern spüre nach, was die Worte in dir auslösen. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und verspreche dir: Dieser Text kann ein Wendepunkt in der Begleitung deines Kindes sein
IN EIGENER SACHE
inesberger.at

