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Wie gehen wir mit Lügen und Schwindeleien unserer Teenager um? Die Geschichten und Erfahrungen, die wir teilen, sind so bunt und vielfältig wie die Jugendlichen und ihre Familien selbst.

Unsere Tochter, meist eine super ambitionierte Schülerin, hatte sich in den Kopf gesetzt, in der 6. Schulstufe in Geografie ein „Sehr gut“ zu ergattern. Das einzige Hindernis?
Ihr Geografieheft. Unvollständig, mit fehlenden Überschriften und nicht eingeklebten Arbeitsblättern.

„Ich feiere heuer Weihnachten alleine,“ sagte meine Großmutter, die mittlerweile verstorben ist, vor ca. 40 Jahren und löste damit wenige Wochen vor Weihnachten einen Tumult in meiner Familie aus.  Auf die Einwände meiner Mutter, ihrer Tochter, und uns Enkelkindern reagierte sie mit einem Lächeln.

Kannst du dich noch an deine eigene Pubertät erinnern? Wie es sich angefühlt hat, nicht mehr Kind, aber auch noch nicht Erwachsener zu sein? Hast du dich auch manchmal oder sogar oft ungerecht behandelt gefühlt, wenn dir von deinen Eltern, Lehrer*innen, … Dinge vorgeworfen wurden, die in deiner Wahrnehmung gar nichts mit dir zu tun hatten?Kommt dir das vielleicht gerade bekannt vor?

Cordelia hatte einen 13-jährigen Sohn, nennen wir ihn Erwin, der ihr große Sorgen machte. Einst war er ein guter Schüler, ein gewissenhafter, lustiger Junge, der sehr kommunikativ war und seinen Eltern große Freude bereitete. Er war ihr ganzer Stolz. Und sie hatten das Gefühl, ihren Eltern-„Job“ richtig gut gemacht zu haben. Und dann kam die Pubertät: Erwin wurde einerseits immer ruhiger, wollte mit seinen Eltern immer weniger reden, war immer wieder wütend und nicht selten respektlos, zog sich auch gleichzeitig immer mehr zurück, seine schulischen Noten verschlechterten sich, er machte keine Hausaufgaben mehr, interessierte sich immer weniger für seine schulischen Belange und seine Freunde, Smartphone & Co. rückten immer mehr in den Mittelpunkt, während er immer öfter die Eltern als nervend oder peinlich empfand und Konflikte nun mehrmals täglich die Beziehung belasteten.
Kommt dir das vielleicht gerade bekannt vor?

Ich habe schon seit vielen Jahren einen Traum:
Ich träume von einer Schule, …
* in der sich ALLE wohl fühlen: Kinder/Jugendliche, Eltern und LehrerInnen
* in der man ein herzliches Miteinander, Lebensfreude und gegenseitiges Verständnis spürt
* wo sich ALLE Beteiligten darauf freuen, ihren Tag verbringen zu dürfen
* in der ALLE am Anfang der Ferien traurig sind, dass nun Ferien sind.

Viele von uns sind mit dem Gedanken aufgewachsen, dass Fehler schlecht sind. In der Schule wurden Fehler rot markiert, und wir haben schnell gelernt, sie zu erkennen, ob in Rechtschreibung, Mathematik oder Grammatik. Auch heute fällt mir oft der eine Fehler in einer Speisekarte sofort ins Auge – eine Fähigkeit, die mich mittlerweile jedes Mal wieder zum Schmunzeln bringt.

Anna hat einen Vater, von dem sie weiß, dass er sie liebt. Doch als es um das Thema Ballkleid für IHREN 1. Tanzschulball ging, da konnte sie das leider wenig spüren. Was war geschehen? Ihr Vater hatte es sich zur Aufgabe gemacht (OHNE mit ihr darüber zu sprechen), gemeinsam mit seiner Tochter das Ballkleid auszusuchen. Dafür investierte er viel Zeit. Er durchstreifte an DREI Samstagen die Geschäfte und fuhr mit ihr sogar in die 1,5 Stunden entfernte größere Stadt, um ein passendes Kleid zu finden.

Keiner hat uns Eltern darauf vorbereitet, welche Gefühle unsere Kinder und ganz besonders unsere Teenager in uns auslösen würden. Viele Eltern erzählen mir, dass sie sich für diese Gefühle oft schämen würden, denn solche Gefühle dürfte eine gute Mutter/ein guter Vater nicht haben. „Sagt WER,“, hätte meine 11jährige Tochter sicher darauf gesagt.

Liebe Mama, lieber Papa, ​​​​​​​Weißt du eigentlich, wie ich mich fühle, wenn du mir mein Handy wegnimmst? Wenn du das tust, fühlt es sich für mich an, als ob meine Welt zusammenbricht. Denn mein Handy ist mehr als nur ein Gerät, um zu chatten, mir Videos anzuschauen und mit Freunden zu kommunizieren – es ist auch mein Schlüssel zur Außenwelt.