Ihr Sohn lag auf der Couch. Das Handy in der Hand. Schon gefühlt seit Stunden. Sie saß daneben. Hat lange nichts gesagt. Nicht, weil es sie nicht gestört hätte. Sondern weil sie gespürt hat, dass jedes Wort in diesem Moment wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem auslösen würde, was sie sich eigentlich wünscht.
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Eine wunderbare Mutter – nennen wir sie Monika – kam wegen ihres pubertierenden Sohnes zu mir. In der Schule wurde es knapp. Die Noten rutschten ab. Und er lehnte jede Hilfe ab. Vehement. Wütend. Laut. Dabei wollte sie ihn doch nur unterstützen. Er warf ihr vor, sie würde ihm nichts zutrauen. Und irgendwann sagte sie diesen Satz:
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Eltern noch immer glauben, sie müssten all diese Herausforderungen alleine lösen: die emotionale Wucht der Pubertät, den schulischen Druck und dazu noch die allgegenwärtige digitale Welt, die Jugendliche wie Eltern gleichermaßen überrollt. Pubertät allein ist schon eine Welt für sich.
IN EIGENER SACHE
inesberger.at

