Pubertätsexpertin Ines Berger im Gespräch mit Andrea Lindau über Pubertät, Vartrauen und Loslassen.

Im 2. Teil meiner kleinen Serie möchte ich einen weiteren Gedanken mit euch teilen, der euch als Eltern vielleicht dabei unterstützen kann, einen Perspektivenwechsel im Blick auf die „Vergehen“ eurer jugendlichen Kinder zu werfen.

Im dritten und letzten Teil meiner Textserie geht es um einen Impuls, der mich vor vielen Jahren wirklich wachgerüttelt und mir bewusst gemacht hat, dass es eine gute und eine schlechte Nachricht in der Beziehung zu meinen Kindern gibt.

In meinem heutigen Artikel lade ich Eltern ein, ein wenig innezuhalten und sich Gedanken darüber zu machen, ob sie der Schule wirklich DEN Stellenwert geben wollen, den sie in vielen Familien leider hat. Das Thema Schule ist  oft das einzige Thema, über das mit den Kindern gesprochen wird.

Da das Thema „Vereinbarung mit Jugendlichen“ immer wieder Eltern und Jugendliche in meine Praxis führt und ich dort immer wieder die immense Frustration, Wut, manchmal sogar Verzweiflung auf beiden Seiten spüren kann, möchte ich eine kleine Serie zu diesem Thema starten.

Eine Leserin einer meiner Artikel hat einen sehr wichtigen Gedanken aufgeworfen: Es gibt viele Eltern, die kognitiv zwar wissen, was richtig wäre zu tun, die das aber aufgrund ihrer eigenen Kindheitserfahrungen und Erziehung oft (noch) nicht umsetzen können.

Wenn Eltern sich nicht im Vorfeld Gedanken gemacht und mittel- bis langfristige Ziele gesetzt haben, wo die Erziehung ihrer Sprösslinge hingehen soll, dann können solche Nachrichten aus der Schule Mechanismen auslösen, die viel Leid sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern hervorrufen.

Die Not im Schulalltag scheint immer größer zu werden. Immer mehr Eltern suchen nach alternativen Schulformen für ihre Kinder. Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen bereits psychosomatische Auffälligkeiten, und auch viele Lehrer*innen bleiben in diesem System auf der Strecke.